Items & Things, pt. III: THE LABEL

Und nun noch eine letzte Background-Info-Runde zum heutigen Abend mit MARC HOULE und TROY PIERCE: ITEMS & THINGS, das Label selbst.

Als sich Magda, Troy Pierce und Marc Houle im Jahr 2011 zusammen schlossen, wählten sie das gleichschenklige Dreieck als Symbol, welches ihr gemeinsames Label Items & Things versinnbildlichen soll. Angefangen hatte alles als Sub-Label von Richie Hawtins M_nus, das vor allem auch den Business-Part des Labels übernahm. Irgendwann war aber den Punkt erreicht, als Items & Things schließlich auf eigenen Beinen stehen sollte und zu einem selbstständigen Label wurde. Mit einem neuen, frischen Konzept in der Tasche und einem einmaligen Team im Hintergrund sammeln sie seitdem mit Bedacht ausgewählte, neue Talente (Andy Martin war zum Beispiel im Juni bei uns zu Gast) und produzieren ihren eigenen Sound, der so auf M_nus keinen Platz gefunden hätte.

“Items & Things are bits and pieces of uniqueness we come across.” Auch wenn Magda, Troy und Marc unterschiedliche musikalische Backgrounds haben, so eint sie doch eine ähnliche musikalische Ästhetik, ein Gespür für das Besondere abseits des Mainstreams. Ohne irgendein engstirniges Schubladen-Denken finden sich sorgfältig ausgewählte neue Talente genauso auf dem Label wie alte Freunde und die großen Namen des internationalen Musikzirkus’. Was den einzigartigen Sound von Items & Things ausmacht, ist die Tatsache, dass jeder Release erst mal den Bestandstest in den kritischen Gehörgängen der Labelgründer bestehen muss, bevor er tatsächlich veröffentlicht wird: “The label is a platform to launch the music that we love. There are no rules, just sounds we like and artists we believe in.”

Genauso wie mit ihrem Label plant das Trio auch weiterhin mit ihrer Down & Out-Partyreihe für Furore zu sorgen. Ihr Ziel ist es dabei, das Rauhe, Unfertige der frühen Raves und Underground-Parties der 90er, als Techno noch in seinen Kinderschuhen steckte, wieder einzufangen und wiederzubeleben. Die Parties finden weltweit statt – ihr Motto lautet dabei “Big music for sweatier spaces”.

“From the weird and the wonderful to the dark and experimental” – das kann man von Items & Things erwarten. Und eine genauso magische Reise durch die Welten der elektronischen Musik steht uns heute Nacht mit den Items & Things-Köpfen Troy Pierce und Marc Houle bevor.

SEE YOU ON THE DANCEFLOOR.

Geschrieben am 25.10.2012 von Der Praktikant in blog. 0 Kommentare.

Items & Things, pt. II: TROY PIERCE

Und weiter geht’s mit unserem Info-Warm-Up für eines der wohl beeindruckendsten Bookings in unseren Hallen in diesem Herbst: TROY PIERCE.

Aufgewachsen ist Troy Pierce in Indiana, unweit der elektronischen Hochburgen Detroit und Chicago. Somit ist es auch kein Wunder, dass er schon früh mit dem Dance Music-Virus infiziert wurde. Seitdem hat er sich – dank diverser Touren rund um den Erdball, Live-Auftritten, Alben und EPs –  zu einer der tragenden Säulen des modernen Techno entwickelt.

I like making and playing weird music for weird people – those WTF tracks that stick in your head as a sound from another dimension“, sagt der Mann, dem seine enge Verbindung zum legendären Label M_nus den gebührenden Ruhm einbrachte.

Doch auch er ruht sich nicht auf den wohlverdienten Techno-Lorbeeren aus, sondern strebt zusammen mit Magda, Marc Houle und ihrem gemeinsamen Label Items & Things nach neuen Ufern. Trotz der vielfachen Preisung und den Lobeshymnen auf seine Person, Troy Pierce ist keiner, der lange still sitzen kann. Mit seinem Label Items & Things, seinem Alias Louderbach und einer Reihe von weiteren Zusammenarbeiten mit diversen Künstlern, wird er auch zukünftig nicht müde werden,die Erwartungen an ihn und soliden Techno nicht nur zu erfüllen, sondern immer wieder um ein Vielfaches zu übertreffen.

Am Donnerstag gibt es noch einige Infos rund um das Label Items & Things selbst, bevor es dann endlich ab 23 Uhr soweit ist und Marc Houle (live) und Troy Pierce unseren kleinen Tanzwürfel komplett auseinander nehmen werden.

Karten gibt’s schon vorab in unserem Ticketshop.

Geschrieben am 23.10.2012 von Der Praktikant in blog. 1 Kommentar.

Items & Things, pt. I: MARC HOULE

Am Donnerstag erwartet uns ein Abend, den es so schon lange nicht mehr in Harrys kleiner Welt gegeben hat: Zwei Titanen der elektronischen Tanzmusik geben sich die Klinke in die Hand, um gemeinsam das Harry Klein in seinen Grundfesten zu erschüttern! Die Rede ist von niemand geringerem als von MARC HOULE und TROY PIERCE!

Eigentlich sollten die beiden jedem Technojünger ein Begriff sein. Wer sie aber noch nicht kennt und auch von ihrem Label Items&Things noch nichts gehört hat, für den gibt es in den nächsten Tagen immer mal wieder einige Background-Infos. Heute beginnen wir mit Meister Marc Houle.

Aufgewachsen ist Marc Houle in Windsor (Canada), dessen Nachbarstadt auf der anderen Seite des Flusses Detroit ist. Welche Auswirkung das auf ihn hatte ist klar: Mit Detroit als seinen “Mitte-der-90er-Party-Spielplatz” war es nur eine Frage der Zeit bis er selbst anfängt Musik zu produzieren. Und produziert hat er seitdem – wie ein Besessener könnte man meinen. Nicht nur die Qualität seiner Tracks spricht für sich, auch die Quantität ist ganz beachtlich – nahezu 1000 Tracks gehen auf sein Konto (die meisten davon allerdings gut versteckt auf seiner Festplatte, um sie im richtigen Moment als Dancefloor-Geheimwaffe einzusetzen).

Marc Houle hat seit Mitte der 90er einen weiten Weg hinter sich gebracht: 1997 war er noch Resident in Richie Hawtins “13 Below” Club in Detroit, bevor er schließlich auserkoren wurde dem legendären M_nus Label beizutreten, zog nach Berlin und hat schließlich den Olymp des Technos erklommen. Irgendwann war es aber Zeit für eine Veränderung, eine Weiterentwicklung: Mittlerweile hat er mit seinen Kollegen Magda und Troy Pierce ein eigenes, außergewöhnliches Label ins Leben gerufen, welches uns auch den bevorstehenden Donnerstag Abend präsentiert: Items & Things.

Weiter geht’s am Dienstag mit ein paar Infos zu Troy Pierce…Karten gibt’s vorab in unserem Ticketshop.

STAY TUNED.

Geschrieben am 21.10.2012 von Der Praktikant in blog. 2 Kommentare.

ANDY MARTIN || The sound of Mexico…

Vor gut einem Monat stand er das erste Mal hinter unseren Plattentellern: Andy Martin (Items&Things). Ein grandioser Abend war das damals Mitte Juni, an den wir uns gern zurückerinnern. Damals war er nicht nur zum ersten Mal im Harry Klein zu Gast, sondern im Rahmen seiner Europatour auch das erste Mal überhaupt auf unserem Kontinent. Mittlerweile ist er wieder zurück im Herzen Mexikos und tüffelt weiter fleißig an seinem Sound und der Karriere.

Dass sich das Getüfftel lohnt, ist klar. Zum Beispiel ist er mit seinem Track “Hexahedron” auf der aktuellen Variables Compilation von Items&Things vertreten. Pünktlich zum Wochenend-Ausklang erreicht uns nun auch noch der Podcast von seinem Gig bei uns im Juni. Zum nachhören und für alle, die den Abend verpasst haben:

HarryKleinPodcast: Andy Martin, 15 June 2012 at Harry Klein

In diesem Sinne: Genießt euren Sonntag und einen nicht allzu beschwerlichen Start in die neue Woche.

RAVE ON.

Geschrieben am 29.07.2012 von Der Praktikant in blog. 0 Kommentare.

Hola, Andy Martin! Bienvenido a Múnich!

PREMIERENZEIT!!! Es ist mal wieder soweit: Die Spannung steigt, denn wir begrüßen heute einen Gast an unseren Plattentellern, der zum ersten Mal den Harry Klein-Kosmos betritt. Um das zu tun, ist er zudem auch noch ziemlich weit gereist, denn er musste erst mal den Sprung über den großen Teich wagen: Andy Martin, kommt aus dem Herzen Mexikos und macht im Rahmen seiner ersten Europatour Halt in München. Wir freuen uns riesig, Andy, der auf dem Label Items&Things von Magda, Troy Pierce und Marc Houle gesigned ist, bei uns begrüßen zu dürfen!

Damit ihr euch vorab ein besseres Bild von unserem Gast machen könnt, haben wir ihm schon mal ein paar Fragen gestellt…

HK: Du bist das erste Mal hier in Europa, richtig? Was sind deine ersten Eindrücke von Deutschland, Berlin & München?

Andy: Ja, das ist das erste Mal, dass ich in Europa spiele. Ich bin auch schon ziemlich nervös. Deutschland kümmert sich meiner Meinung nach ziemlich gut um seine Künstler und supported seine kreativen Köpfe so gut wie möglich, die Menschen haben ein Gefühl und ein Verständnis für Kunst und Kreative und das finde ich toll. Berlin ist für mich das Herz der Kunst und naja, von München habe ich bisher gehört, dass es ziemlich schön sein soll und dass das Bier gut schmeckt. Und dass ziemlich viel passiert, gerade in der elektronischen Musikszene.

HK: Wie bist du mit elektronischer Musik in Kontakt gekommen?

Andy: Musikalisch komm ich eigentlich aus der Dub-Ecke und als ich dann anfing elektronische Musik zu hören, fiel mir auf, dass beide sich für mich sehr ähneln in ihrer Struktur und ihrem Aufbau. Ich mag es den Fokus mehr auf den Bass und die Drums zu legen. Und so ein Gerüst zu basteln, dass mich am besten sofort kickt. Also, meiner Meinung nach ist elektronische Musik eine moderne Form primitiver, damit meine ich ursprünglicher, Musik. Fast alle ethnischen Gruppen nutzten in der Vergangenheit Trommeln um stundenlang zu den Rhythmen eines Schamanen zu tanzen. Für mich ist der DJ eine moderne Form des Schamanen.

HK: Erzähl uns etwas über Mexiko. Was liebst du und was hasst du dort?

Andy: Ich liebe die Kultur, die wir haben, ein Mix aus der ursprünglichen und der spanischen. So entstand zum Beispiel auch das wunderbare mexikanische Essen, das ich so liebe. Was mir natürlich nicht so gefällt, ist die viele Gewalt zwischen den Drogendealern, das hat auch die elektronische Szene mitgerissen. Aber Gott sei dank ist die Situation etwas abgekühlt und langsam läuft wieder alles in geregelteren Bahnen.

HK: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Items&Things?

Andy: Angefangen hat alles mit meiner Freundschaft zu Magda, Sie war die erste die meine Tracks spielte und als das Label dann an den Start ging, fragten Sie mich, ob ich nicht Lust hätte einen Track beizusteuern.

HK: Klischees… Erzähl mal, welche über Mexiko stimmen und welche du bisher über Europa und Deutschland gehört hast.

Andy: Na gut, es stimmt, dass wir Tacos und Tequila lieben und alles am mexikanischen Essen stark gepfeffert wird. Außerdem sind die Südamerikaner sehr freundliche und liebenswerte Menschen. Quatsch ist, dass wir alle Sombrerors tragen und wie verrückt durch die Gegend fahren und „arriba arriba“ brüllen wie Speedy Gonzales. Außerdem heißt nicht jeder Mexikaner Juan oder Maria. Über Deutschland? Ich weiß, dass ihr Bier und Brezeln liebt.

Kurz & schmerzlos:

Dein Lieblingsessen: Sushi & Pozole (das ist mexikanisch)

Dein Lieblingstrack im Moment: Crustation – Purple

Das letzte Buch, das du gelesen hast: The Holotropic Mind by Stanislav Grof

Dein Lieblingsfilm: Inception

Eins deiner Hobbies: Lesen

Etwas, das dich inspiriert und warum: Omar Rodriguez Lopez, er spielt Gitarre bei „The Mars Volta“. Außerdem ist er Produzent und macht Filme. Und spielt er nahezu jedes Instrument und schreibt auch die Songs. Ein aufregender Mensch. Aber eigentlich kann mich fast alles inspirieren, Architektur, Menschen, eine Person, ein regnerischer Tag, eine Emotion. Im Prinzip eigentlich alles.

Gracias, Andy!

In diesem Sinne: VAMOS A BAILAR – SEE YOU ON THE DANCEFLOOR!


Geschrieben am 15.06.2012 von Der Praktikant in blog. 1 Kommentar.
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