Harrys Kalender

April 2016

23.04.2016

Diskussion

MARRY KLEIN meets MISSY MAGAZINE

MARRY KLEIN meets MISSY MAGAZINE

Diskussion: Wie Mutterschaft und elektronische Musik eigentlich nicht zusammengehen

***

EINLASS 20:30 UHR | BEGINN 21 UHR | EINTRITT FREI

Moderation:

SONJA EISMANN

Herausgeberin und Chefredakteurin Missy Magazine

LAURA EWERT

Freie Redakteurin | DJ “Lassmalaura”

BETTINA MÜLLER

Videoinstallationskünstlerin “Betty Mü”

ANGELIKA LEPPER

Kuratorin, Medienkünstlerin & Dozentin | DJ “Acid Maria”

***

In einer Kolumne für das Missy Magazine beschrieb die Berliner DJ Anja Schneider pointiert, wie das mit der Gleichberechtigung in der elektronischen Musik funktioniert, sobald Kinder da sind: Mütter plagen sich wochenlang mit der Entscheidung, ob sie tatsächlich auf die Winter Music Conference nach Miami fahren oder die Tour in Brasilien annehmen sollen, während die männlichen Kollegen – von denen geschätzte 80% Väter sind – ohne eine Spur von schlechtem Gewissen durch die Welt jetten. Wenn sie dann in Mexiko beim Auflegen mal auf eine DJ treffen, von der sie wissen, dass sie Mutter ist, kommt wie aus der Pistole geschossen die Frage: „Wo ist denn dein Kind?!“ Auch Produzentinnen wie agf wurden schon dafür kritisiert, die dreijährige Tochter – mit dickem Ohrenschutz und am Nachmittag – bei einer Performance mit auf die Bühne genommen zu haben. Kinder sind die Antipoden des nächtlichen Clubbetriebs – hier der gut geregelte Tag, da die hedonistische Nacht. Wie diese beiden Existenzen zusammenfinden sollen, ist den Einzelpersonen überlassen. Das Private der Reproduktionssphäre bleibt hier, ganz so wie vor den vehementen feministischen Forderungen der 1970er Jahre, ins Private verbannt und liegt damit wie selbstverständlich im Aufgabenbereich der Frauen. Während über die mangelnde oder auch sexistische Repräsentation von Frauen in der elektronischen Musik seit Jahren debattiert wird und, wenn auch langsame, Schritte hin zu mehr Egalität sichtbar werden, ist die Vereinbarkeit von Elternschaft und Clubkultur kein Thema. Wie kann es sein, dass Forderungen nach partnerschaftlicher Teilung von Sorgearbeit, die längst im biederen Mainstream der Gesellschaft angekommen sind, in dem sich für seine progressiven Politics rühmenden Night Life keine Rolle spielen? Wie können Frauen, die in diesem Bereich tätig sind, auf ihre Forderungen aufmerksam machen? Was sollten die Männer tun? Über diese Fragen soll am Abend des 23.4. im Rahmen von Marry Klein mit Angelika Lepper, Laura Ewert und Betty Mü unter der Leitung von Sonja Eismann diskutiert werden.

***

1. Sonja Eismann lebt und arbeitet in Berlin. 2008 gründete sie gemeinsam mit Steffi Lohaus und Chris Köver das Missy Magazine. In Texten, Workshops, Vortägen und Lehrveranstaltungen an Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz beschäftigt sie sich mit aktuellen feministischen Diskursen und Aktivismen, der Repräsentation von Geschlecht in der Popülärkultur, sowie mit Modetheorie.

2. Laura Ewert arbeitet hauptberuflich als freie Redakteurin. Sie schreibt über Musik, Mineralwasser und andere kunterbunte Themen in Zeitungen und Magazinen wie taz, Welt am Sonntag, Rolling Stone, Vice oder dem Interview Magazin. Laura ist Mutter und widmet sich nebst Beruf und Familie dem DJing. Sie ist unter dem Namen “Lassmalaura” deutschlandweit bekannt.

3. Bettina Müller ist zweifache Mutter, Designerin und Videoinstallationskünstlerin. Als “Betty Mü” gilt sie, mit ihrem einfallsreichen visuellen Stil und klaren Installationskonzepten, als eine der besten Visualistinnen Münchens. Angefangen bei ihren ästhetischen Clubvisuals bis hin zu ihren Installationen, zieht sich eine augenzwinkernde und zauberhafte künstlerische Handschrift durch ihre langjährige, erfolgreiche Arbeit.

4. Angelika Lepper ist Kuratorin, Medienkünstlerin und Dozentin an diversen Hochschulen. Als DJ Acid Maria feiert sie große Erfolge und spielte auf fünf Kontinenten und in 23 Ländern. Sie war langjährige Resident im legendären Ultraschall, ebenfalls in Köln und Offenbach. Angelika ist Mutter einer Tochter.

April 2016

23.04.2016

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Diskussion: Wie Mutterschaft und elektronische Musik eigentlich nicht zusammengehen

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EINLASS 20:30 UHR | BEGINN 21 UHR | EINTRITT FREI

Moderation:

SONJA EISMANN

Herausgeberin und Chefredakteurin Missy Magazine

LAURA EWERT

Freie Redakteurin | DJ “Lassmalaura”

BETTINA MÜLLER

Videoinstallationskünstlerin “Betty Mü”

ANGELIKA LEPPER

Kuratorin, Medienkünstlerin & Dozentin | DJ “Acid Maria”

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In einer Kolumne für das Missy Magazine beschrieb die Berliner DJ Anja Schneider pointiert, wie das mit der Gleichberechtigung in der elektronischen Musik funktioniert, sobald Kinder da sind: Mütter plagen sich wochenlang mit der Entscheidung, ob sie tatsächlich auf die Winter Music Conference nach Miami fahren oder die Tour in Brasilien annehmen sollen, während die männlichen Kollegen – von denen geschätzte 80% Väter sind – ohne eine Spur von schlechtem Gewissen durch die Welt jetten. Wenn sie dann in Mexiko beim Auflegen mal auf eine DJ treffen, von der sie wissen, dass sie Mutter ist, kommt wie aus der Pistole geschossen die Frage: „Wo ist denn dein Kind?!“ Auch Produzentinnen wie agf wurden schon dafür kritisiert, die dreijährige Tochter – mit dickem Ohrenschutz und am Nachmittag – bei einer Performance mit auf die Bühne genommen zu haben. Kinder sind die Antipoden des nächtlichen Clubbetriebs – hier der gut geregelte Tag, da die hedonistische Nacht. Wie diese beiden Existenzen zusammenfinden sollen, ist den Einzelpersonen überlassen. Das Private der Reproduktionssphäre bleibt hier, ganz so wie vor den vehementen feministischen Forderungen der 1970er Jahre, ins Private verbannt und liegt damit wie selbstverständlich im Aufgabenbereich der Frauen. Während über die mangelnde oder auch sexistische Repräsentation von Frauen in der elektronischen Musik seit Jahren debattiert wird und, wenn auch langsame, Schritte hin zu mehr Egalität sichtbar werden, ist die Vereinbarkeit von Elternschaft und Clubkultur kein Thema. Wie kann es sein, dass Forderungen nach partnerschaftlicher Teilung von Sorgearbeit, die längst im biederen Mainstream der Gesellschaft angekommen sind, in dem sich für seine progressiven Politics rühmenden Night Life keine Rolle spielen? Wie können Frauen, die in diesem Bereich tätig sind, auf ihre Forderungen aufmerksam machen? Was sollten die Männer tun? Über diese Fragen soll am Abend des 23.4. im Rahmen von Marry Klein mit Angelika Lepper, Laura Ewert und Betty Mü unter der Leitung von Sonja Eismann diskutiert werden.

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1. Sonja Eismann lebt und arbeitet in Berlin. 2008 gründete sie gemeinsam mit Steffi Lohaus und Chris Köver das Missy Magazine. In Texten, Workshops, Vortägen und Lehrveranstaltungen an Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz beschäftigt sie sich mit aktuellen feministischen Diskursen und Aktivismen, der Repräsentation von Geschlecht in der Popülärkultur, sowie mit Modetheorie.

2. Laura Ewert arbeitet hauptberuflich als freie Redakteurin. Sie schreibt über Musik, Mineralwasser und andere kunterbunte Themen in Zeitungen und Magazinen wie taz, Welt am Sonntag, Rolling Stone, Vice oder dem Interview Magazin. Laura ist Mutter und widmet sich nebst Beruf und Familie dem DJing. Sie ist unter dem Namen “Lassmalaura” deutschlandweit bekannt.

3. Bettina Müller ist zweifache Mutter, Designerin und Videoinstallationskünstlerin. Als “Betty Mü” gilt sie, mit ihrem einfallsreichen visuellen Stil und klaren Installationskonzepten, als eine der besten Visualistinnen Münchens. Angefangen bei ihren ästhetischen Clubvisuals bis hin zu ihren Installationen, zieht sich eine augenzwinkernde und zauberhafte künstlerische Handschrift durch ihre langjährige, erfolgreiche Arbeit.

4. Angelika Lepper ist Kuratorin, Medienkünstlerin und Dozentin an diversen Hochschulen. Als DJ Acid Maria feiert sie große Erfolge und spielte auf fünf Kontinenten und in 23 Ländern. Sie war langjährige Resident im legendären Ultraschall, ebenfalls in Köln und Offenbach. Angelika ist Mutter einer Tochter.

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