08.11.2018

PINK MON€Y

THEATER von und mit ANNALYZER, COVIC, DE ROOIJ, JINA, MDLULI, SCHUPP

THEATER von und mit ANNALYZER, COVIC, DE ROOIJ, JINA, MDLULI, SCHUPP

PINK MON€Y
VON UND MIT ANNALYZER/COVIC/DE ROOIJ/JINA/MDLULI/SCHUPP

PINK MON€Y ist eine internationale Kollaboration der Künstler_innen Antje Schupp (BS), Kieron Jina (ZA), Mbali Mdluli (ZA) und Annalyzer (ZA), welche die zunehmende Bedrohung queerfeministischer Lebensstile durch eine sich ausbreitende Homophobie verhandeln.

PINK MON€Y bezeichnet das Geld, das queere Tourist*innen für Urlaubsreisen ausgeben, um an ‚sicheren’ Orten Urlaub machen zu können. PINK MON€Y ist die Währung, mit der man sich Toleranz erkaufen kann, sofern man das nötige Kleingeld hat. Aber was sind heute noch sichere Orte? Die wenigen verbliebenen Zonen, in denen sexuelle Freizügigkeit und Autonomie noch möglich sind, werden mit Geld erkauft – und das sind in Ländern wie Südafrika, die Dollars einer weißen, polyglotten Boheme. In dieser Inszenierung wird das Theater wird zum als LGBTIQ Club, das Publikum steht auf der Tanzfläche zwischen Bar, DJ-Pult und zwei Bühnen und lässt sich durch den Raum treiben. So werden in dem Club-Theater einerseits die internationale Homophobie und der wachsende Rassismus angeklagt und andererseits die queere Community gefeiert. Die zynische Dialektik zwischen Profitmaximierung, skrupelloser Lustoptimierung werden in einem Kontext von homophoben, latenten oder offenen Rassismus gezeigt. Queere Theorie Diskurse, die Praxis der Gewalterfahrung und Referenzen an das Attentat auf den schwulen Nachtclub ‚Pulse‘ in Florida 2016 werden präsentiert als ein Wechselbad an Themen und Stimmungen.

* Die Schreibweise basiert auf den Vorgaben der Künstler/innen: Das Sternchen soll die Geschlechterkategorie als soziale Konstruktion markieren.

PINK MON€Y ist ein kluges und lustvolles Plädoyer für Individualität, Diversity, selbstbestimmte Liebe und Toleranz. Zugleich zeigt die Arbeit in eindrücklicher und beklemmender Weise, dass sich die Pink-Money-Industrie wesentlich auf die weltweite Diskriminierung und Gewalterfahrung von Menschen gründet, die ein Leben außerhalb der Norm führen. Dabei erweitert sich der Fokus, zeigt die komplexen Verstrickungen von weißen Privilegien in der queeren Community und die notwendige Sichtbarmachung von Schwarzen und People of Colour.

IN ENGLISCHER UND DEUTSCHER SPRACHE

Von und mit: Annalyzer, Djana Covic, Nico de Rooij, Kieron Jina, Mbali Mdluli, Antje Schupp Idee Antje Schupp | Kostümbild: Marie Fricout, Sithembiso Mngadi | Performance: Annalyzer, Kieron Jina, Mbali Mdluli, Antje Schupp | Performing Vocalist: Anelisa Stuurman aka Annalyzer Visuals, DJ: Mbali Mdluli aka Miz Buttons | Choreographie: Kieron Jina | Szenographie und Bilddramaturgie: Diana Covic, Nico de Rooij Oeil Extérieur Johanna-Yasirra Kluhs | Produktionsleitung: Bernhard la Dous (born2perform), Thabiso Pule (Creative Tree). | Produktion: born2perform in Koproduktion mit Kaserne Basel, PATHOS München und Netzwerk Freier Theater (NFT) In Zusammenarbeit mit: Soweto Dance Project, City of Johannesburg, University of Johannesburg Arts & Culture und Studio SIDF | Mit grosszügiger Unterstützung durch den Fachausschuss Tanz&Theater BS/BL, SüdKulturFonds, Fondation Nestlé pour l’Art und Jacqueline Spengler Stiftung

Beginn
08.11.2018 20:30

Ende
08.11.2018 23:00

Kosten
VVK 15€

Venue
Harry Klein
Sonnenstraße 8
80331 München
Deutschland