HARRY becomes MARRY

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Am 01.03. ist es endlich soweit und die Transformation von HARRY KLEIN zu MARRY KLEIN ist vollzogen.

Weshalb das Ganze? „… wenn auf einem der größten Festivals zehn Prozent Frauen auftreten, ist das schon viel“ sagt Susanne Kirchmayr (female:pressure | Wien). Sie kennt die Zahlen, denn female:pressure hat im letzten Jahr eine Statistik erhoben und diese spricht eine deutliche Sprache.
DESHALB: Mehr Frauen an die Decks – wir drehen den Spieß um! Es klingt so einfach und doch ist es offensichtlich so viel komplizierter. Das Missverhältnis Frauen zu Männer zieht sich nicht nur durch internationale Führungsebenen. Nein, auch in der Kunst, egal ob bildend oder darstellend, ist der prozentuale Anteil von Medien- und öffentlichkeitswirksam erfolgreichen Frauen gering.

Um ehrlich zu sein, er ist viel zu gering.

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass wir bei Harry Klein, unsere Talente und unser Können im Bereich der elektronischen Tanzmusik sehen. So setzen wir auch hier an, um ein Zeichen zu setzen und im besten Fall einen Stein ins Rollen zu bringen.
Marry Klein ist keine neue Idee, schon 2006 und 2007, waren wir mit dem Special-Monat erfolgreich. Nach einer Kreativ-Pause setzen wir im März 2014 wieder alles auf eine Karte – die Frau. Sowieso sind wir nicht die ersten und erheben keinen Anspruch auf Innovation oder Vollständigkeit. Vielmehr sind es Projekte und Initiativen, Festivals wie z.B. PERSPECTIVES in Berlin, die uns wieder inspirierten. Uns geht es nicht um die „Warum“ Frage, uns geht es um Aktion und Leidenschaft. Mit unserem Vorhaben wollen wir aufmerksam und womöglich etwas achtsamer machen, eine Chance zur Reflexion.

VORHABEN: M a r r y K l e i n. Den ganzen März über werden im Harry Klein ausschließlich weibliche Künstlerinnen performen. Musik, Licht und Kunst, alles kommt aus Frauenhand. Denn das viel zu leichtfertig genutzte Argument, es gäbe schlichtweg zu wenig Künstlerinnen, wollen wir nicht dulden und aufzeigen, dass die andauernde Unterrepräsentanz nicht sein muss.
Ein Rahmenprogramm mit Platz für Lesungen, Workshops, Diskussionen und mehr rundet das Nachtprogramm ab.

ZIEL: M a r r y K l e i n soll auch als Aufruf verstanden werden. Für alle Künstlerinnen, die aktuell vielleicht noch im Verborgenen agieren, sich in die Öffentlichkeit zu trauen. Wir sehen uns als Initiative, die den Mädchen und Frauen in der Szene eine Stimme verleiht.
Im Zeichen von Diversität und Chancengleichheit möchten wir für das Thema sensibilisieren und bestenfalls inspirieren. Um hoffentlich langfristig etwas zu ändern.

Marry Klein wird von der Gleichstellungsstelle München, sowie vom Kulturreferat der Stadt München unterstützt. Schirmherrin des Projekts ist Münchens zweite Bürgermeisterin Christine Strobl.

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